Trotz Leistungssteigerung nur 1 Punkt: VfL 93 III - DSC Hanseat = 3:3

Erfahrungsgemäss macht jede Mannschaft im Laufe einer Saison eine Krise durch. So in den letzten Wochen auch der DSC Hanseat. Gegen UH Adler und Sternschanze reichte es trotz mässiger Leistung dennoch zu jeweils 3 Punkten, der Tiefpunkt war offenbar am vergangenen Sonntag mit einem vor allem in der zweiten Halbzeit desolaten Auftritt in Eilbek und einer letztlich unverdient knappen 3:2-Niederlage erreicht.

Ein Mannschaftsabend am letzten Dienstag könnte hier eine Wendepunkt gewesen sein. Denn wenn es auch bei der Dritten des VfL 93 nur zu einem 3:3 reichte, präsentierten sich die Dulsberger in einem jederzeit umkämpften Spiel in vielerlei Hinsicht deutlich verbessert. Nachdem er in der 4. Minute noch aus kurzer Entfernung am gut reagierenden VfL-Keeper gescheitert war, brachte Niels Douanla den DSC in der 13. Minute mit einem Außenrist-Schuss aus 18 Metern in Führung, der sich in den linken Torwinkel drehte. Die VfL-Antwort folgte in der 18. Minute: eine Direktabnahme von der Strafraumgrenze nach einer Flanke von links schlug bei DSC-Keeper Lars Peemöller ein. Praktisch im Gegenzug dann wieder Niels Douanla: mit einem Pass von Zekeriya Kurt stiess er durch die Mitte der VfL-Abwehr und vollstreckte aus kurzer Entfernung. Auf dieses 2:1 folgte dann schon in der 30. Minute der erneute Ausgleich: DSC-Keeper Peemöller unterlief einen Eckball von rechts, zwei sträflich frei stehende VfL-Stürmer konnten sich aussuchen, wer zum 2:2 vollendete.

Die Dulsberger kamen dann mit neuem Schwung aus der Pause, eine Viertelstunde sah es so aus, als sei die erneute Führung nur eine Frage der Zeit. Doch dann verpasste die komplette Hanseaten-Abwehr einen langen Schlag auf den rechten Flügel, in der Mitte hatte der VfL-Angreifer keine Mühe, den Ball zum 3:2 im Tor unterzubringen.Danach stellte Trainer Ercan Kurt taktisch um von einem 4:2:3:1 auf ein 5:3:2, um gegen einen massiv verteidigenden Gegner den Offensivdruck zu erhöhen. Das 3:3 in der 78.Minute resultierte aber nicht aus einem durchgespielten Angriff, sondern aus einem indirekten Freistoss aus der rechten Strafraum-Ecke.Zekeriya Kurt drehte einen von Shahir Roufin kurz angetippten Ball um die eigentlich gut platzierte VfL-Abwehr unhaltbar ins lange Eck. Danach erhöhte der DSC noch mal die Angriffsintensität, aber Baboucar Lowe scheiterte am gut reagierenden VfL-Keeper und Özgür Demir wurde nach einem Steckpass von Niels Douanla gerade noch am Abschluss gehindert.

Da durch dieses Unentschieden der Abstand zum Tabellenführer Concordia angewachsen ist, dominierte bei den Dulsbergern nach dem Spielende zunächst die Enttäuschung. Wenn die Mannschaft die Trendwende in Einstellung und Leistung am kommenden Wochenende im möglicherweise vorentscheidenden Spiel um den Verfolgerplatz gegen Walddörfer bestätigen kann, ist aber im Hinblick auf die Saisonziele Meisterschaft und Aufstieg in die Kreisliga noch alles drin.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Iskender (I. Ljiljak), Wolff (Rodrigues), Roufin, N. Ljiljak - Amidu, Salinas - Taylor, Kurt, Douanla - Demir


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 13.03.2022 um 20:18 von: (Aktueller Stand vom 13.03.2022 um 20:46)
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