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Rote Karte und schwache Standard-Verteidigung kosten die Tabellenführung - Walddörfer - DSC = 4:1

Dass die Abwehr des DSC Hanseat mit der Standard-Verteidigung so ihre liebe Mühe hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison: Selbst beim Tabellenletzten in Wilhelmsburg fielen so binnen weniger Minuten 2 Gegentreffer, beim Derby gegen Eilbek III in der letzten Woche lag man so schon nach 4 Minuten mit 0:1 zurück. Aber bisher konnten die Dulsberger dieses Manko immer durch eine starke Offensiv-Leistung ausgleichen. Deutlich anders lief beim Gastspiel beim bisherigen Tabellen-Zweiten Walddörfer II.

Nach beiderseits verhaltenem Beginn übernahmen die Hanseaten nach 10 Minuten mehr und mehr die Kontrolle im Stadion Allhorn. Lukas Haenle scheiterte nach 15 Minuten noch an einer handballartigen Fußabwehr des Walddörfer Keepers, der aber nach 23 Minuten machtlos gegen den Schuß des frei auf ihn zulaufenden Niels Douanla war. In der Folge ließen die Dulsberger die Gastgeber praktisch nicht zur Entfaltung kommen, es schien alles nach Plan für den Tabellenführer der Kreisklasse 7 zu laufen.

Bis der bis dahin sehr gut spielende Bülent Iskender nach einem vom Schiedsrichter bereits geahndeten, eher harmlosen Foul die Nerven verlor und am Boden liegend nachtrat. Die unvermeidbare Konsequenz: Rote Karte und Platzverweis. Damit veränderte sich natürlich schlagartig die Statik des Spiels, der DSC zog sich zurück und setzte weitestgehend auf Konterangriffe, die aber so ergebnislos blieben wie das Anrennen des Walddörfer-Teams. Es bedurfte schon der angesprochenen Schwäche in der Standard-Verteidigung, um den Gastgebern zum Ausgleich zu verhelfen: Im Anschluß an einen Eckball gelang es den Hanseaten nicht, den im Strafraum herumflippernden Ball zu klären, prompt landete er zum 1:1 in Netz (41. Minute).

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild. Kompakt stehende Dulsberger hielten anrennende Walddörfer weitestgehend vom eigenen Tor fern, ohne aber selber offensive Gegenakzente setzen zu können. Und so brauchte es wieder einen Standard, um das Spiel zu entscheiden: Nach 60 Minuten kam es nach einem Durcheinander auf der linken Dulsberger Abwehrseite zu einem eigentlich vermeidbaren Eckball, der irgendwie an den hinteren Pfosten kam und dort zum 2:1 über die Linie gedrückt wurde.

Nach diesem Rückstand lockerte DSC-Trainer Ercan Kurt die Defensive, stellte auf Dreier-Kette und 2 Spitzen um, ohne damit allerdings allzu große Wirkung zu erzielen. Zwar wäre Özgür Demir nach einem gelupften Freistoß von Zekeriya Kurt fast 5 Meter vor dem Tor frei zum Schuß gekommen, aber es blieb eben bei dem "Fast". Durch diese Umstellung ergaben sich natürlich für die Gastgeber größere Räume, dabei kam aber lange Zeit nichts Zählbares heraus, nicht zuletzt auch wegen einiger spektakulärer Rettungstaten von DSC-Keeper Lars Peemöller. Erst in den letzten 3 Spielminuten gelangen den Walddörfern dann noch 2 Treffer zum 3: und 4:1, die aber letztlich nur negative Ergebniskosmetik waren. Knackpunkt des Spiels war sicherlich der Platzverweis für Bülent Iskender, der den Gastgebern den Weg zurück ins Spiel geöffnet hatte.

Bis zum Jahresende erwarten den DSC Hanseat nun noch eine eher lösbare Aufgabe gegen den Tabellen-Vorletzten Tonndorf-Lohe und dann Ende November/Anfang Dezember 2 Spiele gegen unmittelbare Konkurrenten an der Tabellenspitze, B U IV und Concordia III. Danach wird man sicher ein klareres Bild davon haben, was für die Dulsberger in dieser Saison möglich ist.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Wagner (I. Ljiljak), Roufin, Tursic (H. Kurt), Iskender - Topal, Salinas (Taylor) - Haenle (Wolf), Z. Kurt, Douanla (Lowe) - Demir


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 17.10.2021 um 21:41 von: (Aktueller Stand vom 17.10.2021 um 22:04)
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