Herber Rückschlag im Meisterschaftsrennen: DSC Hanseat verliert in Eilbek mit 2:3

Immer geht das eben nicht immer gut: Schon bei den ersten beiden Spielen der Rückrunde konnte der DSC Hanseat nicht an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen und nur äußerst mühsam die Punkte an der Vogesenstrasse behalten. Beim ersten Auswärtsspiel bei Eilbek III gab es jetzt nach einer mäßigen Leistung die Quittung mit einer insgesamt verdienten 2:3-Niederlage.

Dabei starteten die Dulsberger sehr stark in die Partie und führten nach 11 Minuten bereits 2:0: Özgür Demir traf nach einer schönen Kombination über Lukas Haenle und Kevin Taylor mit einem Schuss aus 12 Metern ins lange Eck, 7 Minuten später schloss er einen Konter durch die Schnittstelle der Eilbeker Abwehr zum 2:0, wenig später stand es eigentlich 3:0, aber Schiedsrichter Axel Lobsien verwehrte dem erneuten Abschluss von Demir aus kurzer Entfernung die Anerkennung, obwohl die Eilbeker Abwehraktion klar hinter der Torlinie erfolgte.

Aber auf unerfindliche Weise führte diese Entscheidung zu einem Bruch im DSC-Spiel, die Gastgeber konnten ihr technisch limitiertes Spiel mit hohem kämpferischem Einsatz und langen Bällen auf die Spitzen immer besser durchsetzen. Nach 35 Minuten hatte Kevin Taylor trotzdem noch mal die Vorentscheidung auf dem Fuß, als er bei einem Konter über die linke Seite feri aufs Tor zulief, aber den richtigen Zeitpunkt zum Abschluß verpasste.

Der Eilbeker Anschlußtreffer kurz vor der Pause war dann keine Überraschung mehr, nach einem Eckball konnte DSC-Keeper Umaru Seidi einen Schuß aus 12 Metern nicht festhalten, der Abpraller wurde dann irgendwie ins Tor gestochert.

Zur 2. Halbzeit wechselte DSC-Trainer Ercan Kurt dreimal aus: Niels Douanla ersetzte Kevin Taylor, Baboucar Lowe kam für Sezer Ertugrul, Christian Wolf für den angeschlagenen Chahid Meskini. Besser wurde das Dulsberger Spiel dadurch nicht, eher im Gegenteil. Zwar hätte Özgür Demir nach 55 Minuten das 3:1 erzielen müssen, als er durch die beiden Eilbeker Innenverteidiger hindurch stieß, aber mit einem schwachen Schuß am Keeper der Gastgeber scheiterte. Das war aber für lange Zeit die einzige echte DSC-Chance, während sich auf der Gegenseite die Eilbeker Chancen häuften, weil die defensive Ordnung des DSC immer mehr zerfiel. Dass es bei 2 Gegentreffern zum 3:2-Endstand blieb, war denn auch - neben einigen Rettungstaten von Keeper Seidi - eher der Unfähigkeit der Eilbeker Stürmer als der Abwehrleistung des DSC geschuldet.

Zu einer echten Schlußoffensive waren die Hanseaten auch nicht in der Lage, zumal sie die letzte Viertelstunde mit 10 Mann bestreiten mussten, weil der gerade eingewechselte Lenard Barkow wegen einer wieder aufbrechenden Muskelverletzung schon nach wenigen Minuten nicht weiterspielen konnte. Zwar hätte es in der Schlußminute eigentlich noch einen Elfmeter für den DSC nach einem Foul an Jannik Dahlström geben müssen, aber Schiri Lobsien verlegte den Tatort auf die Strafraumlinie und gab nur einen folgenlosen Freistoß. Der dadurch mögliche Ausgleich wäre aber auch völlig unverdient gewesen angesichts einer Dulsberger Leistung, die - wenn sie sich wiederholen sollte - alle Meisterschafts- und Aufstiegsambitionen infrage stellt.

Der DSC Hanseat spielte mit: Seidi - Iskender, Meskini (Wolf, Barkow), Roufin, Ljiljak - Ertugrul (Lowe), Amidu, Salinas (Dahlström), Haenle - Demir, Taylor (Douanla)


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 06.03.2022 um 22:12 von:
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