DSC Hanseat - UH Adler IV: 5:0 und doch nur ein Arbeitsssieg

Gegen UH Adler IV tat sich der DSC Hanseat in den letzten Jahren - wenn auch letztlich immer erfolgreich - ziemlich schwer, der Gegner scheint den Dulsbergern einfach nicht zu liegen. Und das war auch beim Rückrunden-Start 2022 an der Vogesenstrasse nicht anders - der letztlich deutliche 5:0-Erfolg überdeckt, wie schwer sich die Hanseaten über lange Zeit taten.

In den ersten 10 Minuten war es ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, sogar mit leichten Vorteilen für die Gäste. Danach kam der DSC langsam besser ins Spiel, in der 20. Minute schwächten sich die Adler zudem selber: nach einem harten Zweikampf im Mittelfeld, den Schiri Koch mit einer gelben Karte und Freistoss für UH ahndete, stürmte UH-Spielertrainer Lukas Grabow auf den DSC-Spieler Idrissu zu und beschimpfte ihn. Die Folge: eine rote Karte für Grabow wegen Beleidigung - zweifellos eine sehr harte Entscheidung.

Danach kippte das Spiel immer weiter in die Dulsberger Richtung, allerdings lange Zeit ohne zählbaren Erfolg. Als Schlüsselspieler entpuppte sich dabei mit zunehmender Dauer Lukas Haenle auf der rechten Aussenbahn (mit einem Augenzwinkern LH7 gerufen). Er setzte sich auf dem rechten Flügel durch, aber Niels Douanla (an diesem Tag ohne Glück im Abschluss) brachte seine präzise Flankebrachte aus 2 Metern nicht im Tor unter. Das machte Haenle in der 23. Minute besser, als er nach links gewechselt war, 20 Meter vor dem Tor eroberte, in den Strafraum eindrang und den UH-Keeper mit einem Schuss ins lange Eck überwand. Danach dominierte der DSC die Partie, die Adler versuchten vergeblich, mit langen Schlägen aus der Abwehr Kontersituationen zu kreieren. Aber aus der Dominanz folgten keine weiteren Treffer: Douanla und Haenle vergaben aus besten Positionen.

Nach der Pause war das Spiel dann doch schnell entschieden: eine weitere präzise Haenle-Flanke drückte Topal aus kurzer Entfernung über die Linie (54.), dann schloss der gerade eingewechselte Kevin Taylor einen schnellen Angriff zum 3:0 ab (60.). Danach entwickelte sich ein weitgehend unansehnliches Spiel, in dem dene Hanseaten immer wieder Ungenauigkeiten beim entscheidenden letzten Pass unterliefen, ohne dass sie allerdings auch nur ansatzweise in Gefahr gerieten, ein Gegentor zu kassieren. Im Gegenteil fielen noch 2 Tore auf den anderen Seite: Hami Kurt traf mit einem Rechtsschuss aus 14 Metern zum 4:0 (81.), Christian Wolf wuchtete einen Kopfball zum 5:0-Endstand in die Maschen.

Trotz des deutlichen Erfolgs konnten die Dulsberger allerdings nicht an die spielerisch überzeugenden Auftritte gegen Alstertal-Langenhorn und Wandsetal in der Vorbereitung anknüpfen. So stand am Ende trotz des deutlichen 5:0 der Eindruck, den Sieg weniger erspielt als erarbeitet zu haben: ein Arbeitssieg eben, der aber die 3 Punkte brachte, um mit dem Tabelenführer Concordia punktgleich zu bleiben.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Ertugrul (I. Ljiljak), Meskini, Barkow (20. Roufin, 46. Wolff), N. Ljiljak - Topal, Idrissu - Haenle, Salinas (Taylor), Douanla (Lowe) - Kurt


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 06.02.2022 um 23:29 von: (Aktueller Stand vom 07.02.2022 um 00:01)
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