1:0 gegen Sternschanze - DSC Hanseat macht sich selbst das Leben schwer

Gegen den SC Sternschanze VI starte der DSC Hanseat im 2. Heimspiel des neuen Jahres so, als wollte das Team die Gäste überrennen. Schon nach 5 Minuten hätten die Dulsberger eigentlich in Führung gehen müssen: Baboucar Lowe störte den un sicheren Gäste-Keeper beim Aufbauspiel und eroberte den Ball, Niels Douanla kam unbedrängt aus 10 Metern zum Schuss, traf aber nur einen Abwehrspieler, der sich in die Schussbahn warf. 5 Minuten später war er erfolgreicher: nach einem weiten Torwart-Patzer - er verpasste einen hoch abspringenden Ball - hatte er keine Mühe, den Ball aus 3 Metern ins leere Tor zu schieben. Die Hanseaten setzten nach, die Gäste kamen aus der eigenen Hälftte heraus.

Nach 15 Minuten kam es dann aber ziemlich schnell zu einem Bruch im DSC-Spiel: Deniz Topal, der Quarterback im Dulsberger Spiel, musste verletzt den Platz verlassen, damit veränderte sich die Statik bei den Hanseaten ganz erheblich: Dem eingewechselten Zekeriya Kurt merkte man seine Verletzungspause deutlich an, zudem verlor das DSC-Spiel nachhaltig an Tempo, weil die Sechser Idrissu und Salinas zu oft zu lange den Ball hielten, sich in Dribblings und Zweikämpfen, wodurch den schnellen Dulsberger Spitzen Haenle, Lowe und Douanla die richtigen Anspiele fehlten. Als dann doch einmal schneller ging und Lukas Haenle in den freien Raum geschickt wurde, scheiterte dieser aus kurzer Distanz am diesmal gut reagierenden Gäste-Torwart.

Zum Glück hatte die Dulsberger Abwehr einen besseren Tag erwischt als das Mittelfeld: abgesehen von einem Freistoss stellten die Schanzer DSC-Keeper Peemöller wären des ganzen Spiels vor keine größeren Aufgaben, insbesondere Christian Wolf verhinderte mehrere Male, dass es gefährlich für den DSC-Kasten wurde.

Das Spiel ging mit einem 1:0 für die Dulsberger in die Pause, aber auch die Kabinenansprache von Trainer Ercan Kurt und verschiedene Wechsel änderten wenig am Spielverlauf: Die Gäste blieben ungefährlich, die Gastgeber machten sich das Leben unnötig schwer, weil sie das Tempo verschleppten und dadurch der gegnerischen Abwehr immer wieder erlaubten, sich zu formieren. So blieb es bei wenigen Highlights und Aufregern: Lowe drang von rechts in den Strafraum, umkurvte den Gäste-Torwart, wurde dadurch aber zu weit abgedrängt und konnte den Ball nicht aufs Torbringen, die Schanzer erhielten nach einer zweifelhaften Rückpass-Entscheidung von Schiri Ehrler einen folgenlosen Freistoss aus 5 Metern, Kevin Taylor kam aus kurzer Entfernung frei am Gäste-Towart nicht vorbei, Amidu Idrissu traf aus 18 Metern nur die Latte. Eigentlich dümpelte das Spiel mehr oder minder vor sich her, Anspannung und Nervosität auf Dulsberger Seite resultierten vielmehr aus dem knappen Ergebnis, das die Hanseaten aber letztlich ungefährdet über die Zeit brachten.

Erstaunlich und ein bisschen räteselhaft für die DSC-Offiziellen ist allerdings ein Phänomen, das schon zu Beginn der Hinrunde zu beobachten war: Nach einer guten Vorbereitung tut sich das Team zu Beginn der Pflichtspiele gegen Teams, die in der Tabelle deutlich hinter ihm liegen, überraschend schwer, auch wenn die Punkteausbeute stimmt. Immerhin liegt der DSC Hanseat auch weiterhin punktgleich mit Concordia an der Tabellenspitze.

Der DSC Hanseat spielte mir: Peemöller - Iskender (Ertugrul), Meskini, Wolf, Ljiljak - Topal (Kurt), Idrissu - Haenle (Dahlström), Salinas,Douanla - Lowe (Taylor)


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 13.02.2022 um 21:55 von: (Aktueller Stand vom 13.02.2022 um 22:53)
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